Tipps für eine gelungene Freie Trauung

Ich möchte euch für den schönsten Tag im Leben, immer verbunden mit einem kleinen Augenzwinkern, ein paar Tipps geben. Die dürft ihr gerne annehmen oder auch nicht. Denn auch hier gilt: Ihr seid in allem frei. Genau wie bei eurer freie Trauung selbst.Viel Spaß beim Lesen. (Anmerkung: Der Einfachheit halber verwende ich in den Formulierungen meist die männliche Form der Anrede und spreche nur „dich“ an. Gemeint sind selbstverständlich immer alle Geschlechter und immer beide Brautleute.)

Auswahl der Gäste für deine freie Trauung

Achte darauf, wen du einlädst. Aus falsch verstandenem Anstand jemanden einzuladen, den du an deinem Tag nicht dabeihaben möchtest oder gar nicht magst, ist vielleicht höflich, aber nicht ratsam. Lade nur die Menschen ein, die dir etwas bedeuten, die du liebst und mit denen du deine Zeit gerne verbringst. Du tust niemandem einen Gefallen, dir am allerwenigsten, wenn du dir deine eigene Laune verdirbst oder dein eigenes Fest nicht so genießen kannst wie du es willst. Kläre das im Vorfeld mit deiner Familie und bitte dort um Verständnis. Dann kannst du ruhigen Gewissens und voller Freude deinen schönsten Tag feiern. Dein Onkel, den du in deinem Leben erst zwei Mal gesehen hast, gehört nicht dazu. Es sei denn, er lebt in Florida und vererbt dir seine Jacht. Es ist dein Tag!

Dresscode am Tag der Trauung

Es ist inzwischen völlig normal und etabliert, einen Dresscode vorzugeben. Du kannst auch einen bestimmen Ton, eine Farbe oder einen Stil vorgeben. Selbst wenn es nur ein Accessoire in einer bestimmten Grundfarbe vorgibst, hat es doch Stil und kommt gut an. So eine kleine Vorgabe ist kein Muss, aber auch nicht verboten und macht richtig Spaß. Damit gelingt es dir schon im Vorfeld, ein paar Fauxpas deiner Gäste zu vermeiden oder diesen zumindest vorzubeugen. Du kannst auch eine bestimmte Farbe ausschließen. Denn, dass nur du in weiß feiern darfst, versteht sich eigentlich von selber. Aber manchmal ist diesbezüglich ein kleiner Hinweis für den einen oder anderen weiblichen Gast von Nöten! Du kennst deine Gäste am besten.

Pünktlichkeit

Bitte deine Gäste frühzeitig am Ort der Trauung zu sein. Nichts ist so unangenehm, als wenn jemand die Trauung durch zu spätes Erscheinen stört oder gar einen wunderbaren Moment zerstört. Falls jemand unverschuldet nicht pünktlich erscheinen kann, hat er sich im Hintergrund zu halten. Pünktlich ist, wer mind. 10-15 Minuten vor dem Eintreffen der Braut am Platz ist. Die Braut erscheint pünktlich zum angekündigten Beginn der Hochzeit. Der Bräutigam und die Gäste sollten rechtzeitig ihre Plätze eingenommen haben, um den Einzug der Braut nicht zu verpassen. Wer zu spät kommt, bringt sich selbst um einen der Höhepunkte des Tages. Unhöflich ist es zudem. Schon hier können die Trauzeugen aktiv und behilflich sein, die Gäste einweisen und ein wenig koordinieren. Der Bräutigam ist dazu meist nicht in der Lage, da er viel zu nervös sein wird. Das ist völlig normal.

Aufgaben der Trauzeugen bei deiner Hochzeit

Den beiden Trauzeugen kommt am Tag der Trauung eine besondere Bedeutung zu. Sie können sich nicht nur im Moment des Ja-Wortes, sondern auch im schon Vorfeld als gute Wahl beweisen. Auch wenn sie selber etwas nervös sein werden, ist es ihre Aufgabe, die Braut und den Bräutigam zu beruhigen und dabei selber den Überblick zu behalten. Zwischendurch mal in den Arm nehmen hilft schon ungemein.
Beide Trauzeugen sollten versuchen selber die Nerven zu behalten. Vergesst bloß die Ringe nicht.

Handy- und Kameranutzung während der Zeremonie

Ihr habt doch sicher einen Fotografen, der den schönsten Tag mit seiner Kamera einfängt?! Das ist toll, denn so können sich die Gäste auf die Trauung freuen und eurem besonderen Moment ihre volle Aufmerksamkeit widmen. Bittet doch eure Gäste vor Beginn der Trauung in aller Deutlichkeit, ihre Kameras und Handys in den Taschen zu lassen. Das übernimmt der Trauredner gerne für euch. Auch während des nachfolgenden Festes ist es unhöflich, den Fotografen in seiner Arbeit zu stören und euch für eigene Bilder in Anspruch zu nehmen. Ein Hinweis an die Gäste, nett formuliert, kommt sicher gut an. Ihr zahlt den Fotografen schließlich. Dann lasst ihm seine Freiheit, liebe Gäste. Im Übrigen ist es ein Gebot der Höflichkeit, sein Handy in solchen besonderen Momenten des Lebens, unbenutzt in den Taschen zu lassen. Damit jeder Gast bleibende Erinnerungen in Form von Fotos erhält, habt ihr sicher die Möglichkeit, einen Onlinezugang zu den Bildern des Tages anzubieten. Sprecht das am besten schon im Vorfeld mit dem Fotografen ab. Dann kann sich später jeder Gast seine Lieblingsmomente herunterladen und ist am Tag der Hochzeit selbst völlig entspannt. Und ihr auch!